Edelweiss Glossar

Abkommen: Die Lage der Waffe und der Visiereinrichtung, die sie im Augenblick des Schusses einnimmt.

Absehen: Bezeichnung der Zieleinrichtung im optischen Visiereinrichtungen.

Abzugswiderstand: Muss zum Auslösen des Schusses überwunden werden.

ACP: Abkürzung für Automatic Colt Pistol

Adapter: Patronenartiger Einsatz im Originalkaliber, mit dem schwächere Patronen verschossen werden können.

AE: Abkürzung für Action Express, eine Zusatzbezeichnung für Kaliber.

Aimpoint: Optisches Leuchtpunktvisier der schwedischen Firma Aimpoint.

Amboss: Beim Boxersystem besitzt jedes Zündhütchen einen integrierten Amboss, der als Widerlager für den Schlagbolzen dient. Beim Berdan-System sitzt er in der Zündglocke der Hülse.

Ambosszündhütchen: Zentralfeuerzünder mit eingebautem Amboss.

Andreas Steindl: Gründer der Edelweiss Industries und Mitgründer der Edelweiss Adventure, Entrepreneur, Außenhandelsspezialist und passionierter Ingenieur

Anfangsgeschwindigkeit: (V°) Die Geschwindigkeit eines Geschosses nach Verlassen der Mündung.

Anschlagschaft: Gewehrartiger Kolben, der an einer Kurzwaffe montiert wird.

Aptierung: Modernisierung von Waffen durch konstruktive Abänderungen.

Arkebuse: Alte Bezeichnung für die Luntenschlossmuskete.

Aufschubmontage: Am Revolver angebrachte Schubstange zum Entfernen der leeren Hülsen aus der Trommel.

Auswerfer: Schleudert beim Öffnen der Waffe die Hülsen automatisch aus dem Patronenlager. Kann bei manchen Flinten deaktiviert werden.

Auszieher: Im Lauf oder am Verschluss eingebaute Kralle, welche die Hülse aus dem Laderaum zieht.

Ballistik: Aus dem Griechischen ballein = Lehre von der Bewegung geworfener oder geschossener Körper.

Bar: Maßeinheit für den Gasdruck. Ein bar entspricht 1,02 Kilopond pro Quadratzentimeter (kp/cm2). In der englischen Fachliteratur wird der Gasdruck in Pounds per square inches (psi) angegeben. Ein bar entspricht 14,5036 psi.

Berdan-Zündung: 1866 von Hiram Berdan patentiertes Zündsystem mit Amboss in der Hülsen-Zündglocke. Das Zündhütchen besteht aus einem mit Zündmittel gefüllten Tombaknapf. Die Hülsen besitzen zwei oder mehr Zündlöcher. Das Zündhütchen kann man nur mit einem Spezialwerkzeug entfernen, wobei der Amboss beschädigt werden kann. Daher bevorzugen Widerlader die Boxer-Zündung.

Bergstutzen: Kurze Jagdwaffe.

Blackout: Plötzlicher überregionaler und länger andauernder Strom- Infrastruktur- und Versorgungsausfall. Hilfe von außerhalb ist nicht möglich.

Blättchenpulver: In viereckigen und runden Blättchen hergestellte rauchlose Pulversorten.

Bleigeschoss: Mantelloses Projektil aus Weich- oder Hartblei, teilweise legiert.

Bleimantelgeschoss: Projektil mit weichem Bleikern und Führungsring aus Hartblei.

Bockbüchsenflinte: Kombinationswaffe mit einem Flintenlauf über dem Kugellauf.

Bock-Doppelbüchse: Büchse mit zwei übereinander liegenden Kugelläufen.

Bockdoppelflinte: Flinte mit übereinander liegenden Läufen.

Bockdrilling: Kombinationswaffe mit übereinander angeordneten Kugelläufen und einem Schrotlauf.

Bördeln: Rändeln des Hülsenmundes um das Geschoss. Gewährleistet, dass es fest in der Hülse sitzt und durch Erschütterungen nicht herausfällt oder hineingedrückt wird.

Boxer-Zündung: 1868 eingeführt, nach dem Briten Edward M. Boxer benannt. Das Zündhütchen besteht aus Napf, Zündsatz und Amboss. Die Hülse besitzt ein zentrales Zündloch, dass auch das Ausstoßen der abgeschlagenen Zündhütchen erleichtert.

Brenneke: Deutscher Waffen- und Geschosskonstrukteur (Wilhelm Brenneke, 1865-1951). Der Name wurde umgangssprachlich zur Bezeichnung für Flintenlaufgeschosse.

Browning: Bedeutendster US-Waffenkonstrukteur (John M. Browning, 1855-1926), arbeitete für Winchester und FN. Die nach ihm benannte Firma gehört inzwischen zum belgischen FN-Konzern. Der Name geriet umgangssprachlich zum Synonym für kleine Selbstladepistolen.

Brünieren: Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallteilen, einst durch Rosten bis zur Braunfärbung, heute auch in blau und schwarz.

Brüssel-Scheibe: Internationale IPSC-Wettkampfscheibe mit Trefferzonen A, C, D.

Büchsdrilling: Büchse mit drei Kugelläufen.

Büchse: Langwaffe mit gezogenem Lauf.

Bündelrevolver: Mehrschüssige Drehpistole mit Laufbündel statt Trommel.

Choke: Mündungsverengung bei Flintenläufen, die den Streukreis einer Schrotgarbe verringert. “Full-Choke” = Verengung von 0,75 bis 1mm. Dreiviertelchoke = Verengung von 0,55 bis 0,875 mm. Halbchoke = Verengung von 0,38 bis 0,5 mm. Viertelchoke = Verengung von 0,25 mm.

Colt: Einer der bedeutendsten US-Waffenkonstrukteure (Samuel Colt, 1814-1862), gilt als Erfinder des Revolvers. Die von ihm gegründete Firma besteht bis heute. Colt steht auch als Synonym für Revolver.

Compensator: Mündungsbremse, besonders bei IPSC-Kurzwaffen. Wirkungsweise über Gasdruck-Ableitung nach oben, die das Springen der Mündung verringert.

Comstock-Wertung: Beim IPSC-Schießen die Gesamtsumme der Treffpunkte, geteilt durch die Zeit. Der Schütze darf mehr Schüsse als verlangt abfeuern.

DA: Aus dem Englischen, Abkürzung für Double Action (Spannabzug). Schlosskunstruktion, bei der der Abzug zunächst das Schloss spannt, (beim Revolver die Trommel weiterdreht) und dann den Schuss auslöst.

Deformationsgeschoss: Spezialprojektil, das im Zielmedium aufpilzt.

Delaborierung: Zerlegen einer Patrone in ihre Bestandteile, im Gegensatz zur Laborierung, dem Zusammensetzen einer Patrone.

Deringer, Derringer: Nach dem US-Büchsenmacher Henry Deringer (1786-1868) benannte Perkussions-Taschenpistole. Die Schreibweise mit “rr” steht für Nachbauten.

Deuten: (Deutschuss) ist das Einrichten der Waffe auf ein Ziel, ohne Zuhilfenahme der Visiereinrichtung.

Diabolo: Seit den 1930iger Jahren das typische Bleigeschoss für Druckluftwaffen in Spindelform.

Diopter: Lochvisier, meist bei Matchgewehren.

Direktabzug: Stecheratige Abzugskonstruktion bei Match- und KK-Waffen.

Doppelabzug: Doppelflinten-Abzug mit einem Züngel pro Lauf.

Doppelbüchsdrilling: Kombinationswaffe mit zwei gezogenen und einem glatten Lauf.

Doppelbüchse: Jagdwaffe mit zwei nebeneinander liegenden, gezogenen Läufen.

Doppeln: Ungewolltes Abfeuern eines zweiten Schusses, oft verursacht durch abgenützte Rasten oder zu fein eingestellte Abzüge bei Selbstladern oder kombinierten Waffen.

Double-Action-Only: Das Schlagstück der Pistole ist von außen nicht sichtbar und kann nicht manuell vorgespannt werden.

Doublette: Zwei unmittelbar nacheinander abgefeuerte Schüsse.

Drall: a) Drehung des Geschosses um seine Längsachse. Verhindert ein Überschlagen des Projektils, wenn es den Lauf verlassen hat. Die Geschossspitze bleibet im Flug nach vorne gerichtet und trifft zuerst im Ziel auf. Der Drall verursacht eine geringe Abweichung des Geschosses nach der Seite, nach der die Drehung erfolgt.
b) Bezeichnung für die schraubenförmige Windung der Züge im Lauf, die das Geschoss in Rotation um seine Längsachse versetzen.

Drall-Länge: Die Strecke, die das Geschoss zurücklegt, innerhalb der es sich einmal um seine Längsachse dreht.

Drilling: Jagdliche Kombinationswaffe mit zwei nebeneinanderliegenden glatten und einem darunterliegenden gezogenen Lauf.

Druckpunkt: Der beim Abziehen zu überwindender Widerstand vor Schussauslösung.

Dum-Dum-Geschosse: Geschosse mit abgeschnittenem Mantel an der Spitze, um ein Zersplittern und Aufpilzen zu bewirken, nach der indischen Munitionsfabrik Dumdum bei Kalkutta benannt.

Edelweiß: gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblüter und wächst als krautartige Pflanze. Das Edelweiß blüht zwischen Juli und September und kommt nur in de Alpen und im Himalaya natürlicherweise vor. Hier wächst es erst ab 1800m bis 3000m Höhe. Das Edelweiß steht für Mut und Tapferkeit, Glück und Ewigkeit. Als Symbol spielt das Edelweiß eine wichtige Rolle in der militärischen und exekutiven Wahrnehmung sowie bei der Bergrettung.

Einabzug: Einzelner Abzug an Doppelflinten, der nach dem ersten Schuss automatisch auf den zweiten Lauf umschaltet. Einige Systeme erlauben die Vorwahl, welcher Lauf zuerst feuern soll.

Einschiessen: Militärisch auch “Anschießen”, erfolgt zur Visier-Justierung.

Einzellader: (einschüssige) Waffe ohne Mehrladeeinrichtung.

Entlastungsrillen: Im Patronenlager angebrachte Rillen, die das Ausziehen der Hülse erleichtern sollen.

Entspannhebel: Vorrichtung zum Entspannen des Schlagstückes, ohne dass der Abzug betätigt werden muss.

Erosion: Materialablagerung an der Laufwand durch die Reibung der Geschosse, durch heiße Pulvergase und chemische Reaktionen.

Erste Hilfe: Sofortmaßnahmen, um verletzte oder erkrankte Personen vor Eintreffen von professioneller Hilfe unmittelbar zu versorgen. In Österreich gibt es eine gesetzliche Verpflichtung zur Leistung von Erster Hilfe. Die Erste Hilfe Ausbildung bei Edelweiss Adventure geht deutlich über die Inhalte eines üblichen “Erste Hilfe” Kurses hinaus. Wir beschäftigen uns mit Verwundungen, die im zivilen und militärischen Katastrophenfall auftreten und wie diese versorgt werden können bzw. Verhaltensweisen in dieser Situation. Dazu gehören Versorgung von Schussverletzungen, geeignete Druckverbände und vieles mehr.

Faustfeuerwaffe: Jede Kurzwaffe, also Pistolen und Revolver.

Feld / Felder: Erhöhungen im gezogenen Lauf.

Feldmass: Die Entfernung gegenüberliegender Felder.

Feuergeschwindigkeit: Auch Kadenz, theoretische Anzahl der Schüsse, die aus einer Waffe innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgegeben werden können.

Feuerwaffe: Alle Waffen, bei denen ein Geschoss mittels der bei explosionsartiger Verbrennung des Treibmittels freigesetzten Gase durch einen Lauf getrieben wird.

Flimmern: Wird durch die erhitze Luft über dem Lauf verursacht und lässt die Visierung oder das Visierbild verschwimmen. Das Flimmerband lenkt die beim Zielen störenden Schwaden seitlich aus der Visierlinie ab.

Flobert: Büchsenmacher aus Paris (Louis Nicolas Flobert, 1819-1894), entwickelte das nach ihm benannte leichte Gewehr für die ebenfalls von ihm erfundene Randfeuerpatrone.

Flugbahn: Bewegung, die das Geschoss in horizontaler und vertikaler Richtung zusammengesetzt ausführt.

FN: Abkürzung für Fabrique Nationale d´Armes de Guerre, belgische Waffenfabrik mit Sitz in Herstal bei Lüttich.

Freie Pistole: KK-Pistole zum sportlichen Scheibenschießen auf 50m.

Freiflug: Der Weg, den das Geschoss nach Austritt aus der Hülse bis zu den Feldern und Zügen des Laufes zurücklegt.

Freies Gewehr: Schwere Matchbüchse zum sportlichen Scheibenschießen auf 300m.

Freischwingender Lauf: Form der Einschäftung, bei der zwischen Lauf und Vorderschaft ein Spielraum vorhanden ist.

Gasdruck: Der Druck, der durch die explosionsartige Verbrennung der Treibladung freigesetzten Gase.

Gasdrucklader: Selbstladesystem, das den Gasdruck zum Repetieren nutzt.

GEE: Abkürzung für “Günstige Einschuss-Entfernung”, in Munitionstabellen oder auf manchen Patronenschachteln angegeben.

Gezogener Lauf: Auch Kugel- oder Büchsenlauf, mit Zügen und Feldern versehen.

Glatter Lauf: Flinten- oder Schrotlauf.

Griffspannersystem: Beim Griffspannersystem der P7 von Heckler&Koch spannt der Schütze beim Umfassen des Griffstücks das Schlagbolzenschloss. Die Waffe wird dabei ebenfalls entsichert. Eine zusätzliche manuelle Sicherung besitzt die Waffe nicht. Ein Loslassen des Griffspanners stellt den Ausgangszustand wieder her. Die Waffe ist entspannt und gesichert.

Grain: Kleinstes englisches Gewicht, entspricht 0,0648 Gramm, Mehrzahl: grains.

Halbautomatische Waffen: Selbstlader, bei denen zu jeder Schussabgabe der Abzug einmal betätigt werden muss.

Handfeuerwaffen: Alle ein- oder beidhändig zu bedienenden Waffen. Man unterscheidet in Lang- und Kurzwaffen.

Heinz Eichinger: Begründer der Heinz Eichinger Schießausbildung HESA und Mitgründer der Edelweiss Adventure, behördlicher Schießausbilder und Überlebenstrainer

Herbert Saurugg: internationaler Blackout- und Krisenvorsorgeexperte, Präsident der Gesellschaft für Krisenvorsorge

Hinterlader: Jede Waffe mit hinten offenem Rohr zum Einführen der Munition.

Hohlspitzgeschoss: Aushöhlung der Projektilspitze, um ein Aufpilzen zu erreichen.

ISB: Verband für Sportschützen und für Waffenbesitzer, setzt sich für den legalen und rechtskonformen Waffenbesitz ein.

Kaliber: Waffen- und Munitionstechnische Bezeichnung für die Laufweite und den Geschossdurchmesser. Im deutschsprachigen Raum wird das Kaliber bei Munition in der Regel nach dem metrischen System angegeben. In den USA und England verwendet man auch noch das Zollsystem. Als inch (12. Teil eines foot) misst das Zoll in England 2,539998 cm und in Amerika 2,540005 cm. Das Munitionskaliber bezeichnet man nach hundertstel und tausendstel Zoll. Diese Zollmaßangabe wird als ganze Zahl geschrieben, vor die ein Punkt gesetzt wird. So bedeutet .22, dass es sich um ein Geschoß vom Kaliber 22/100 Zoll (rund 5,6 mm) handelt. Das metrische Maß für dieses Kleinkaliber für das Feld 5,58 mm, für den Zug 5,68 mm liegt für die Kleinkaliberpatrone ziemlich genau fest. Die Kaliberbezeichnung .22 umfasst aber nach dem Zollsystem ein Feldmaß, dass von 5,48 mm bis 5,65 mm reicht, eine im metrischen System unbekannte Toleranz. Es handelt sich bei den Zollangaben für das Kaliber oft nur um annähernde Werte. So bedeutet zum Beispiel .32 eigentlich 8,1 mm, wird aber gelegentlich auch für das Kaliber 7,65 mm verwendet. Genauer sind die Angaben in 1/1000 Zoll, geschrieben als dreistellige Zahl mit einem Punkt davor. Aber auch sie können die Genauigkeit des metrischen Systems nicht erreichen. Als Beispiel für die Ungenauigkeit der Zollangaben für das Kaliber von Waffen und Munition soll folgende Gegenüberstellung dienen. Kaliber
.22 = 5,6 mm
.25 = 6,35 und 6,5 mm
.30 = 7,62 und 7,63 mm
.32 = 7,65 und 8,1 mm
.35 = 9 mm
.38 = 9 mm, 9,5 mm, 10 mm (das ist ein Bereich von .38 bis .40)
Kaliber ist, vereinfacht gesagt, der Bohrungsdurchmesser eines Laufes von Schusswaffen und gleichzeitig der Geschossdurchmesser. Der Begriff stammt aus dem Arabischen “Kalib” (=Maßeinheit für Schuhleisten), ist über das italienische “Calibro” über das französische “Calibre” zum Deutschen “Kaliber” geworden.
Schrotpatronen: Kaliber 12 bedeutet, dass aus Blei von der Masse eines englischen Pfundes (453,6 g) jeweils 12 gleich große Kugeln hergestellt werden. Es ergibt sich ein Laufdurchmesser von von 18,2 mm, bei 16 Kugeln sind es 16,8 mm. Diese Kaliberbezeichnung hat nichts mit dem Durchmesser der Schrotkugeln der Patrone zu tun. “00 Buckshot” = 9 Schrotkugeln von 8 mm Durchmesser. Die Einsatzschussweite beträgt maximal 75 m, obwohl die Reichweite bei etwa 500 m liegt.
Streuung: bis 35 m = alle 9 Kugeln in einem Streukreis von etwa 0,75 m, bei 75 m beträgt der Streukreis etwa 2 m.

Kartuschenmunition: Hülsen mit Ladungen, die kein Geschoss enthalten.

Kastenmagazin: In den Mittelschaft von Mehrladebüchsen integriertes Magazin.

Kegelspitzgeschoss: Kegelförmiges, spitz zulaufendes Projektil.

Kegelstumpfgeschoss: Kegelförmiges Projektil mit abgeflachtem Kopf.

Kimme: Hinterer Teil der offenen Visierung.

Kipplaufwaffen: Waffen, die durch Abklappen des Laufes nachgeladen, teilweise auch gespannt werden.

KK: Abkürzung für Kleinkaliber (.22), gilt nur für Randfeuerpatronen.

Korn: Vorderer Teil der Visierung, teilweise durch Korntunnel geschützt. Verschiedene Formen wie: Perlkorn, Balkenkorn, Dachkorn, Ringkorn, Spitzkorn, Lochkorn.

Kornsattel: Sockelartiger Aufbau am vorderen Laufende als Träger der Visierung.

Ladestreifen: Blechstreifen oder Rahmen für Patronen zum schnellen Nachfüllen.

Leuchtspurgeschoss: Projektil mit Leuchtsatz zur Beobachtung der Flugbahn.

Lever Aktion: Amerikanische Verschlusskonstruktion, die über einem als Unterhebel ausgeformten Abzugsbügel repetiert.

LfB: Deutsche Abkürzung “lang für Büchsen” bei KK-Patronen; englisch: “long rifle”.

Luger: Deutscher Waffenkonstrukteur (Georg Luger, 1849-1923), entwickelte u.a. die Parabellum-Pistole 08.

Luntenschloss: Mechanische Zündvorrichtung, bei der eine im Hahn eingeklemmte glimmende Lunte beim Abziehen in die Pulverpfanne gedrückt wird.

Magnum: Zusätzliche Kaliberangabe, bezeichnet stärkste Ladungen.

Makarow: Russischer Waffenkonstrukteur (Nikolaj Makarow, 1914-1988). +

Mantelgeschoss: Projektile mit Bleikern und Umhüllung.

Masseverschluss: Auch Federverschluss. Das Verschlussstück ist nicht starr mit dem Lauf verriegelt, sondern wird durch Federkraft gegen das hintere Laufende gepresst.

Matchwaffe: Waffe zum sportlichen Scheibenschießen von hoher Präzision.

Mauser: Deutsche Waffenkonstrukteure (Gebrüder Mauser), entwickeltem u.a. das Repetiersystem und Gewehr 98, Waffenfabrik in Oberndorf/Neckar.

Muskete: Ursprünglich jedes glattrohrige Luntenschlossgewehr, später Sysnonym für die Steinschlossflinte der Infanterie.

Nitrozellulosepulver: Ist ein Treibladungsmittel, das zum Antrieb von Geschossen bei Handfeuerwaffenmunition verwendet wird. Die Verbrennungstemperatur liegt bis 3000C°.

Offene Visierung: Bezeichnet eine Visiereinrichtung, die nur aus Kimme und Korn besteht. Dabei sind Kimmenausschnitt und Korn von oben frei sichtbar und nicht durch Abdeckungen oder sonstigen Schutz abgeschirmt.

Ogivalgeschosse: Von ogive: franz.: “Spitzbogen”, spitzbogenförmiges Profil.

Ölschuss: Erster, aus einem nicht entölten Lauf abgegebener Schuss mit in der Regel abweichendem Treffpunkt.

Ordonanzwaffen: Offiziell bei Streitkräften eingeführte, standardisierte Waffen.

Para: Kurzform von Parabellum.

Parabellum: Zusätzliche Kaliberangabe. Die Patrone 9 mm Para(bellum) wird auch als 9 mm Luger oder mit 9×19 bezeichnet.

Parallaxe: Als Parallaxe (“Veränderung”, “Abweichung”) bezeichnet man die scheinbare Änderung der Position eines Objektes, wenn der Beobachter seine eigene Position verschiebt.

Perkussionszündung: Zündungsart, bei der der Hahn auf ein auf dem Piston gelagertes Zündhütchen oder Kapsel schlägt, das die Pulverladung entzündet.

Psiton: Zündhütchenträger bei Perkussionswaffen mit Bohrung zur Pulverkammer.

Polychoke: Auf Flintenmündung aufgesetzte Vorrichtung zur Regulierung von Schrotgarben.

Polygonlauf: Besondere Form der Zugkonstruktion. Statt eingeschnittenen Zügen hat der Lauf nur glatte Führungsfelder.

Posten: Grobe Schrote zwischen 5 und 9 mm Durchmesser.

Prezession: Die Bewegung, die das Geschoss während des Fluges zusätzlich zum Drall macht. Die Geschossspitze pendelt um den Schwerpunkt des Geschosses. Diese Pendelbewegung entsteht durch den Drall und den Luftwiderstand vor dem Schwerpunkt des Geschosses. Das heißt: Zusätzlich zum Drall macht die Geschossspitze noch eine eigene, kreisförmige Bewegung: Das ganze Geschoss dreht sich über eine Seite (bei Rechtsdrall rechts, bei Linksdrall links) in einer Kreisform weg.

Präzisionsbeschuss: Waffenbeschuss mit besonderer Munition zur Präzisionsmessung.

Prismen: Von Griechisch “Prisma”, was so viel wie “Zersägtes” bedeutet. In der Optik versteht man unter Prismen Körper aus lichtundurchlässigem und lichtbrechendem Stoff. So zerlegt ein Prisma ein Lichtbündel in seine Einzelbestandteile, die aufgrund ihrer verschiedenen Wellenlängen als unterschiedliche Spektralfarben erscheinen. Eine einfache Prismenform, das Dreikantprisma, entspricht einer Pyramide aus vier gleichgroßen Dreiecken. Bei Prismenfernrohren und Feldstechern reflektieren Prismen verschiedener Form die Lichtstrahlen und kehren sie um. Durch die Prismen-Umlenkung lässt sich der Strahlengang  verkürzen, weshalb Prismenfernrohre kompakter gebaut werden können als beispielsweise Linsenfernrohre. Aufgrund ihrer Bauweise unterscheidet man zwischen Dachkantprismensystemen, die eine schlanke, aber etwas längere Form ergeben und Porroprismensystemen. Diese verwendet man vor allem bei Ferngläsern, da sie eine sehr kurze, kompakte Konstruktion erlauben.

PT-Munition: Plastik Trainingsmunition.

Pufferpatronen: Unscharfe Patronen zum Abfangen des Schlagbolzens beim Entspannen/Abschlagen des Schlosses.

Querflinte: Schrotwaffe mit nebeneinanderliegenden Läufen, auch Zwilling genannt.

Querschläger: Nicht ausreichend stabilisiertes Geschoss. Meist durch einen unrunden Einschlag auf der Scheibe zu erkennen. In Gelände und etwa an Hindernissen abprallende Geschosse bezeichnet man ebenfalls als Querschläger.

Radschloss: Zündsystem, bei dem ein am Hahn befestigter Schwefelkies auf ein in Pfannenmitte befindliches Stahlrad geschwenkt wird. Beim Abziehen dreht sich das Rad und schlägt den Zündfunken.